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Hallespektrum, 9.10.2013

Keine Zeitungen in der Bibliothek? Kulturausschuss protestiert

Der Kulturausschuss der Stadt Halle (Saale) hat am Mittwoch gegen Pläne der Verwaltung protestiert, Zeitungen und Zeitschriften in der Stadtbibliothek abzuschaffen. Aus Kostengründen soll dies im kommenden Jahr in Kraft treten. Eine Entscheidung wurde zwar im Ausschuss noch nicht getroffen, die Signale waren aber eindeutig.

Das Angebot würde sehr stark frequentiert, erklärte FDP-Stadtrat Hans-Dieter Wöllenweber. 70.000 jährliche Nutzer gebe es. Es sei ein “Unding in einer Großstadt”, keine Zeitungen und Zeitschriften in der Bibliothek zu haben. “Das werden wir nicht mittragen.”

Schon immer habe die hallesche Stadtbibliothek mit dem Budget am unteren Rand gelege, sagte Ulrike Wünscher. “Wer soll noch in die Bibliothek gehen, sie wird doch immer uninteressanter.”

“Man muss zur Kenntnis nehmen, dass der Stadtrat das nicht will”, erklärte die Ausschussvorsitzende Annegret Bergner. “Das werden wir zum Ausdruck bringen.”

Die Stadt hat die Abos schon im September gekündigt, “denn man muss die Kündigungsfrist beachten”, sagte Kulturdezernentin Judith Marquardt. Man versuche allerdings, das Angebot über Drittmittel aufrecht zu erhalten, beispielsweise durch Partner und den Freundeskreis. “Wir wissen, dass die Zeitungen sehr beliebt sind.2 Besonders in den Stadtteilbibliotheken seien diese gefragt. Durch die Onleihe gebe es einige Zeitschriften auch elektronisch, “aber natürlich ist es nicht das Gleiche, wie wenn man eine Zeitung in der Hand hält”, so Marquardt.


http://hallespektrum.de/nachrichten/kultur/keine-zeitungen-in-der-bibliothek-kulturausschuss-protestiert/70433/