Freunde der Stadtbibliothek Halle e.V.
               
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Mitteldeutsche Zeitung Halle, 18.03.2009


Riesenhaus bietet ein neues Domizil

Freunde der Stadtbibliothek ziehen um und werden dabei nicht nur durch die Firma Papenburg unterstützt

 
 
















Die 23-jährige Maria Lehretz hilft beim Einräumen der Regale im Bücherhaus. (FOTO: THOMAS MEINICKE)
 


Zahlreiche Kisten stehen herum, prall gefüllte auf mehrere Räume verteilt, bereits geleerte sorgfältig in einer Ecke gestapelt. Bücherregale, wohin man blickt, die meisten sind schon gut bestückt. Trotzdem herrscht noch geschäftiges Treiben im Untergeschoss des bei Hallensern als Riesenhaus bekannten Gebäudes in der Großen Brauhausstraße 17. Dorthin ist der Verein "Freunde der Stadtbibliothek" umgezogen - und am Donnerstag sollen auch die letzten Handgriffe erledigt sein. Dann findet der erste Bücherbasar im neuen Domizil statt.
Wohin mit den gespendeten Büchern? Vor dieser Frage standen der Vereinsvorsitzende Wolfgang Kupke und seine Mitstreiter, nachdem das Haus Rannische Straße 9, die bisherige Unterkunft, verkauft worden war. "In der Innenstadt wollten wir auf jeden Fall bleiben, möglichst auch in der Nähe des bisherigen Domizils", so Kupke. Das ist gelungen - dank der Günter Papenburg AG. Die Firma hat, nachdem der Verein im Dezember im Wettbewerb "Engagiert für Halle" ausgezeichnet wurde, für ein Jahr die Patenschaft übernommen.
"Wir wollten nicht einfach nur einen Scheck rüberreichen", sagt Angela Papenburg, Geschäftsführerin innerhalb der Unternehmensgruppe. Vielmehr sei gemeinsam nach Möglichkeiten und Formen der Zusammenarbeit gesucht worden - erfolgreich. Die der Firma gehörenden Räume im Riesenhaus, nur 30 Meter von der Rannischen Straße entfernt, wurden renoviert und laut Kupke kostengünstig zur Verfügung gestellt.
Der Eingang in leuchtendem Rot bietet einen echten Blickfang und kann schon deshalb nicht verfehlt werden von jenen, die Lektüre spenden (Annahme mittwochs von 14 bis 17 Uhr) oder gegen geringes Entgelt auf den Basaren erwerben wollen. Auf etwa 160 Quadratmeter Fläche stehen nun die 12 000 Bücher, geordnet nach Sachgebieten. Beim Umzug haben Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs für Arbeitsförderung ebenso geholfen wie die Vereinsmitglieder.
Rund 20 000 Euro stellt der gegenwärtig 30 Mitglieder zählende Verein laut Kupke der Stadt jährlich für die Bibliothek zur Verfügung - durch den Verkauf gebrauchter Bücher auf den Basaren sowie Spenden, die den Kauf neuer Lektüre und moderner Medien ermöglichen.

Bücherbasar am Donnerstag 13 - 17 Uhr, Riesenhaus, Große Brauhausstraße 17.