Freunde der Stadtbibliothek Halle e.V.
 
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Super Sonntag, 14.12.2008

Beirat des Bibliotheksverbandes tagte in Halle

Die Stadtbibliothek darf nicht untergehen
Über eine Million Entleihungen stehen in diesem Jahr schon zu Buche

Die Stadt Halle muss sparen, auch bei den freiwilligen Leistungen. Da sollen im kommenden Jahr fünf Millionen Euro weniger fließen. Konkret heißt das u.a. für die Stadtbibliothek, dass sie 600 000 Euro weniger für die Arbeit erhält, das ist mehr als ein Fünftel des 2008-er Etats. "Selbst wenn wir die letzten verbliebenen drei Zweigstellen schließen und die Fahrbibliothek einstellen, die dortigen Sachkosten sparen die Summe nicht ein. Es muss auch Personal reduziert werden", erklärte Dr. Hildegard Labenz in der vergangenen Woche in einer Diskussionsrunde mit dem Beirat des Bibliotheksverbandes Sachsen-Anhalt. Der wollte sich mit der Situation in Halle vertraut machen. Immerhin hat man mit über einer Million Entleihungen in diesem Jahr bereits im November das Gesamtergebnis von 2007 erreicht und hält ohne staatlichen Anschaffungsetat (dafür setzt man die Versäumnisgebühr der Nutzer und die Einnahmen aus dem Leseausweis ein) ein vielfältiges Angebot für die Nutzer bereit. "Wir müssen uns noch mehr stark machen für eine Bibliothek mit Zweigstellen in den Stadtbezirken", formulierte Wolfgang Kupke, Vorsitzender der Freunde der Stadtbibliothek Halle, die Aufgabe, "und nicht zulassen, das solche Orte der kulturellen Vielfalt zerstört werden". Dass die Einsparungen marginal für den kommunalen Haushalt, aber tödlich für die kulturellen Einrichtungen sind, betonte Bundestagsmitglied Undine Kurth, die forderte, Bibliotheken zur Pflichtaufgabe von Kommunen zu machen. Deshalb apellierte sie auch an die Bürger, gegen die Schließung von Bibliotheken zu demonstrieren.